Impingement der Hüfte

Als zweitgrößtes Gelenk im menschlichen Körper verbindet das Hüftgelenk Oberschenkelknochen und Becken. Zu den häufigsten Engpass-Syndromen am Hüftgelenk gehört das "Femoro Acetabuläre Impingement". Es bezeichnet eine knöcherne Formstörung des Hüftkopfes oder der Hüftpfanne.

Häufig betroffen sind Freizeitsportler, die in der Jugend z. B. Fußball oder Eishockey gespielt haben. Typische Symptome sind Schmerzen bei Belastung und Drehbewegungen im Leistenbereich. 

Arthroskopische Diagnostik und Therapie

Wann ist eine arthroskopische Operation angezeigt?

Eine arthroskopisch gestützte Operation ist angezeigt, wenn nicht-operative Maßnahmen die Beschwerden nicht beheben konnten. Auch wenn bereits typische Schädigungsmuster am Knorpel und an der Gelenklippe, dem sogenannten Labrum, vorliegen, ist eine arthoroskopische Operation sinnvoll.

Erfahrungsgemäß führen unbehandelte Impingements der Hüfte bei Fortsetzung der Belastung zu einem verfrühten Gelenkverschleiß, einer Arthrose. Eine Operation sollte daher nicht zu lange hinausgezögert werden.

Was geschieht während der Arthroskopie?

Die Operation erfolgt stationär und meist in Vollnarkose. Über drei bis vier Hautschnitte von ca. 10 bis 15 mm Länge werden eine Mini-Kamera sowie Instrumente wie Fräsen und Messer eingeführt.

Zunächst wird das Ausmaß der knöchernen Deformierung und Folgeschäden am Knorpel und Labrum überprüft. Die Therapie umfasst die knöchernen Korrekturen am Hüftkopf-Schenkelhals-Übergang und Pfannenrand. Zudem werden die oft vorhandenen Schäden am Labrum behandelt, z. B. durch Nähte, Teilresektionen oder Labrumersatz. Knorpel werden mit knochenmarkstimulierenden Regenerationstechniken behandelt oder mit Knorpelzelltransplantation.

Wie verlaufen Regeneration und Nachsorge?

Bereits während des kurzen Krankenhausaufenthalts beginnt die physiotherapeutische Behandlung. Das Aufstehen und Gehen ist meist noch am Operationstag, spätestens am Folgetag möglich. Zur Schonung des Gelenks sind häufig für wenige Wochen Unterarmgehstützen erforderlich.

Wichtig ist die frühzeitige, regelmäßige Bewegung des Gelenks: mit Physiotherapie oder Eigentraining. Nach der Operation sind Patienten etwa vier bis zehn Wochen arbeitsunfähig.

Arthroskopie – Methode mit historischem Erfolg

Auch bei Operationen des Hüftgelenks hat die Arthroskopie ganz neue Maßstäbe gesetzt.

Vergleichen Sie doch einmal! 

1980
1980

 

  • Offene OP mit großer Narbe

  • Lange Regeneration, lange arbeitsunfähig

2018
2018

 

  • Minimal-invasive OP mit kleinen Schnitten

  • Schnell wieder belastbar und arbeitsfähig

Weitere Indikationen

Vorderer Kreuzbandriss

Riss der Rotatorenmanschette

Schulterinstabilität

Knorpelschaden Knie

Impingement Schulter

Sprunggelenkinstabilität

Ellenbogeninstabilität

Meniskusriss