Meniskusriss

Der Meniskus wirkt wie ein Stoßdämpfer im Knie und schützt den Knorpel vor Abnutzung. Ein Riss im Meniskus kann durch einen Unfall auftreten oder verschleißbedingt sein. Unfallbedingte Meniskusrisse betreffen häufig jüngere Patienten und gehen mit Bandverletzungen einher, verschleißbedingte Meniskusrisse treten eher im mittleren Lebensalter auf.

Häufig berichten Patienten über ein unerwartetes Wegknicken des Kniegelenks. Meist treten auch Schmerzen und Schwellungen auf sowie Einschränkungen in der Beweglichkeit.

Arthroskopische Diagnostik und Therapie

Wann ist eine arthroskopische Operation angezeigt?

Nahezu alle operativen Eingriffe am Meniskus können mit minimal-invasiver arthroskopischer Technik durchgeführt werden. Bei unfallbedingten Meniskusrissen ist in der Regel eine Operation zu empfehlen. Denn durch eine Naht des Meniskus kann das Gewebe, das einen wichtigen Schutz für den Gelenkknorpel darstellt, dauerhaft erhalten werden.

Bei verschleißbedingten Meniskusrissen bestimmen Leidensdruck und Einschränkungen des Patienten die Entscheidung, ob eine arthroskopisch-operative Therapie notwendig ist. Ein konservativer Therapieversuch ist in diesen Fällen häufig sinnvoll.

Was geschieht während der Arthroskopie?

Die arthroskopische Operation am Meniskus erfolgt in der Regel über zwei jeweils 3 - 4 mm große Schnitte im vorderen Bereich des Kniegelenks. Während über einen Schnitt eine Minikamera ins Gelenk eingebracht wird, können über den zweiten Schnitt Instrumente wie Tasthaken, kleine Scheren oder Stanzen eingebracht werden.

Zunächst erfolgt immer die Untersuchung des gesamten Gelenks, bevor zielgerichtet die Operation am Meniskus durchgeführt wird. In vielen Fällen kann heute mit modernen Nahtsystemen der Meniskus erhalten werden. Dies betrifft vor allem unfallbedingte Risse. Bei verschleißbedingten Meniskusrissen wird meist das abgerissene Stück des Meniskus, welches durch den Riss seine Funktion verloren hat und störend im Gelenkspalt liegt, entfernt.

Wie verlaufen Regeneration und Nachsorge?

Die überwiegende Zahl der Eingriffe am Meniskus kann heute ambulant durchgeführt werden. Die Mobilisation des Patienten erfolgt unmittelbar nach der OP. Grundsätzlich ist eine kurze Vollnarkose oder auch eine rückenmarksnahe Betäubung notwendig, eine ärztliche Kontrolluntersuchung folgt am nächsten Tag.

Im Fall einer Meniskusnaht schließt sich eine mehrwöchige Phase des Gehens mit Unterarmgehstützen und Knieorthese an, damit das Gewebe unter reduzierter Belastung einheilen kann. Die Nachbehandlung nach Teilentfernungen des Meniskus erfordert in der Regel nur die Schonung über wenige Tage, anschließend kann schrittweise die Belastung wieder aufgenommen werden.

Arthroskopie – Methode mit historischem Erfolg

Auch bei Operationen des Kniegelenks hat die Arthroskopie ganz neue Maßstäbe gesetzt.

Vergleichen Sie doch einmal! 

1980
1980

 

  • Offener Eingriff

  • Komplette Entfernung des Meniskus

2018
2018

 

  • Minimal-invasiver Eingriff

  • Nur geschädigtes Gewebe wird behandelt, gesundes Gewebe bleibt erhalten

Weitere Indikationen

Vorderer Kreuzbandriss

Riss der Rotatorenmanschette

Schulterinstabilität

Knorpelschaden Knie

Impingement Schulter

Impingement Hüfte

Sprunggelenkinstabilität

Ellenbogeninstabilität